In der Zeitschrift Oldtimer Praxis habe ich unter Tipps, Tricks, Kniffe einen Beitrag zur Vergasereinstellung gefunden, der zeigt, dass nicht nur im Motorrad- oder Auto-Bereich, sondern auch in der Fliegerei Vergasereinstell-Arbeiten nötig sind oder waren.
"In der Zeit meiner aktiven Motorfliegerei musste ich praktisch bei jedem Überlandflug den Kolbenmotor im Reiseflug auf die entsprechende Flughöhe einstellen. Der barometrische Luftdruck ist in ca. 5500 m Höhe nur noch halb so groß wie am Boden und entsprechend gering ist der Sauerstoffgehalt für die Verbrennung! Beim Motorflugzeug wird diese Anpassung über eine Gemischverarmung unter Beobachtung der Abgastemperatur durchgeführt.
Das Gemisch wird langsam so verarmt, bis sich eine maximale Abgastemperatur einstellt, dann geht man im Regelfall zwei Teilstriche ( entspricht etwa 40 Grad Fahrenheit) wieder zurück auf die sauerstoffreiche Seite.
Dieses Verfahren sollte sich zum Abgleich der Einzelvergaser mit Abgasthermometern auch bei Mehrvergaseranlagen in Verbindung mit einer Lambdasonde anwenden lassen, um den Aufwand gering zu halten......".
Ist zwar von einer ganz anderen Fraktion, aber m. E. interessant, weil die großen Höhenunterschiede wesentlich mehr Einfluss haben als der relativ geringen Luftdruckschwankungen im normalen Fahrbetrieb eines Landfahrzeuges.
Racepa