Steuerzeiten - Irritation

  • Jaja, mit entsprechend abgestimmten Resoanlagen kann man freilich sehr viel Einfluss auf die Vorkompression nehmen, aber es ging ja erstmal nur um das Kurbelvolumen und die damit (alleine) verbundene Vorverdichtung. Da ergibt sich ebend mit rein kleinerer Bohrung eine gringere Vorverdichtung und somit weniger Pumpverluste.
    Und weil der Unterscheid dabei aber so minimal ist, wird man das an keiner Kurve wirklich sehen können.


    Wenn jetzt ein Reso daherkommt, der kann freilich wesentlich mehr beeinflussen, das streitet niemand ab.


    Und ja, eher der Theoretiker. :) Das kost' weniger Budget. :-)


    Gruß
    Carsten

    Hallo, ich bekomm‘ einmal BeschleunigungsÄNDERUNG bitte. 4-Takt? Nö, is‘ mir zu fett. Lieber da, den schön mageren 2-Takter mit Biss. Zum Mitnehmen? Ja bitte. Tüte? Och,'geht auch ohne gut. Dann noch von den dicken Birnen dort. Das war alles? Joh, reicht wohl für's Erste. :face_with_tongue:

  • sicher kann man ein verändertes kurbelgehäusevolumen, solange es sich in gewissen grenzen bewegt, mit anderen maßnahmen der peripherie wieder umbiegen bzw. nichtig machen.
    die resonanz ist das zusammentreffen von erreger- und eigenfrequenz.
    letztere wird mit einem kleineren Vk nach oben gesetzt, daher auch eine erhöhung der einlassresonanz.
    anders kann es von der theoretischen definition nicht funktionieren und die ist sicher nicht falsch.
    um das allgemeingültig zu sagen, ist es egal, was noch außen am motor dranhängt.
    das gilt heute noch so, wie damals, als man das rausgefunden hat.

  • Ich tippe mal auf entsprechend verschiedene Abgastemperaturen , mit ,,kalten,, Birnen ,,peakt,,es bei mir bei 9000 U/min U/min und ordentlich ,,warm,, bei 9400 U/min .
    Die geringen Kurbelgehäusevolumen Unterschiede sind es bestimmt nicht , außer natürlich bei verschieden warmen Kurbelgehäusen :smiling_face_with_sunglasses:


    Die ,,größere ,, Bohrung benötigt auch mehr Frühzündung um ,, gleich,, durchzubrennen :ironie:


    Sind denn die Kanalgrößen der,, Strömer,, auch der längeren Steuerzeit angepasst oder liegt der Zylinder nur ,,tiefer,, :nixweiss:


    Sind beide Versionen , bei gleichem Setup auch mal mittels Lambdasonde verglichen worden :nixweiss:


    Der Grund ist aber sicher im Versuch zu ermitteln , theoretisch aber sicher nicht :cheers:


    Gruß Volker

  • Ohne Versuche kommste aber nicht weit Carsten. Theoretisches Wissen ist trotzdem gut, vor allem wenn man es mal selbst anwendet.
    Gut für Eigenversuche ist ne billige 80er oder 125er, alles was günstig ist an Ersatzteilen.


    Was letztlich die genaue Antwort ist auf Deine Frage Carsten, hat auch ein wenig "kaffeesatzlesen". Denn keiner von weis genau, welche Faktoren geändert wurden. Sieht man an Volkers Fragen....spielt alles mit.


    Temperaturen und deren Auswirkungen im Pott merke ich vor allem beim guten Rennauspuff im Winter bzw. kalten Frühjahr (der ist nicht umwickelt). Der Standardpott funktioniert ja meist eh immer gut, egal wie und wo ;-).


    Gruß Holli

  • vorab ein Edit zu einem obigen nach 3 Std. (!?) nach Erstellung nicht mehr editierbaren Post:
    Es muss heißen 0,45% und NICHT 0,0045%! Es war nur an dieser Stelle das Komma falsch, gerechnet wurde jedoch stets mit dem richtigen Wert.




    @ Volker
    wie sähe der Einfluss einer evtl. länger andauernden Verbrennung bei dem größeren Originalzylinder aus? Was bewirkt es denn an welcher Stelle?


    Zylinder liegt nicht tiefer, Kanalkrümmungen und Kanalwinkel, zumindest was die Winkel nach oben angeht, sind unterschiedlich (siehe Anhänge). Über die Eintrittswinkel Richtung Rückwand kann mangels Zylindervorlage derzeit keine genaue Aussage getroffen werden. Anzahl der Kanäle sind jedoch identisch.
    Keine Lambdasondentest überliefert.


    @ Holli
    es sind ja (unter gewissem Vorbehalt) alle übrigen Komponenten identisch gebleiben. Wenn einer schon nur "Umsteck-Tuning" gemacht hat, dann unterstelle ich denjenigen zumindest einmal eine gewisse Faulheit, da alles genau hinterher optimiert zu haben (mangels können oder Zeit). Allenfalls wird dann noch die HD angepasst bei solchen Geschichten, um irgendwie vernünftig durch den Tag fahren zu können.


    @ euch and all
    welche Eigenschaften unterstellt ihr den Formen und Winkeln der nachfolgenden Überströmerlängsschnitte?


    Gruß
    Carsten

  • Uiiuiuii, jetzt wird's aber kompliziert!


    Also ich bin ehrlich, habe früher viel mit Freunden an den guten alten Kleinkrafträdern mit ihren schönen schlitzgesteuerten Motoren getunt, aber eine handfeste Aussage, für die beste Form und Anordnung der Überströmer, traue ich mir nicht zu.


    Allgemein geht es ja darum den Zylinder möglichst so auszuspülen, dass man den kompletten Abgaskern schön aus dem Zylinder schiebt, ohne dass sich die Frischgase mit den Altgasen vermischen.
    Da gehören natürlich auch wieder alle anderen Komponenten wie z.B. Kolbenboden usw. zu.
    Ich behaupte jetzt auch einfach mal, dass jeder Konstrukteur da seine eigene Gedanken zu hat wie er das am besten verwirklicht. und trotz aller Erfahrungen und Theorien wird man beim Versuch und Irrtum oft eines Besseren gelehrt.


    Wollte aber auch noch kurz was zum Kurbelgehäuse sagen:
    Lieber Holli, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten kann man wirklich nicht einfach über den Haufen schmeißen. Ein kleineres Kammervolumen reagiert nun mal schneller als ein größeres. Von daher ist und bleibt es erst mal richtig, dass ein kleineres Kurbelgehäusevolumen eher bei höheren Drehzahlen von Vorteil ist, als bei niedrigen!

    In Kurven kann jeder schnell fahren, aber auf der Geraden... da brauchst du Leistung!


  • moin carsten, strömungstechnisch und damit der leistung am zuträglichsten dürfte grundsätzlich der 1. gezeigte kanal sein.
    wobei man vorsichtig sein muss, einfach wild überströmer untereinander zu vergleichen, da die spülung trotz gesamtheitlicher einheit(umkehr) doch erheblich variieren kann.
    die letztgenannten sehen mir ob ihrer wirkung sehr nach stützkanälen aus.