hm ich muss ja sagen. ICh hab mich bisher auf die Erfahrung verlassen, auf das Gefühl beim Fahren. Hab mir keine Gedanken über die Vorgänge gemacht.
Aber konnte nicht pennen, da hab ich mir mal das hier überlegt:
Du hast einmal die Kraft durch denZug auf die Kette.
Die liegt oben auf der Schwinge auf und könnte sie eine Kraft ausüben, dass die Schwinge nach unten gedrückt wird.
Diese Kraft ist aber Minimal, da sonst der Schwingenschleifer ja alle paar hundert km durch wäre, und die kette möglichst Reibungsfrei laufen sollte.
Dann gibt es noch die Kraft vom Hinterrad auf die Schwinge über die Achse.
Dazu hab ich mal eine Skizze angefertigt (wehe einer lacht
)

Dort sieht man ja den Höhenunterschied zwischen Achse und Schwingendrehachse. Dieser ist ausschlaggebend für das Drehmoment auf die Schwingenachse.
Denn das muss ausgübt werden, damit das Heck sich anheben kann.
Wenn Kraft und der Hebel in eine Richtungzeigen, wird kein Drehmoment ausgübt, daher ist die grüne vertikale Komponenten relevant.
Das heißt also beim Beschleunigen, Kraft nach vorne, wird tatsächlich ein Drehmoment ausgeübt, wodurch das Heck nach oben kommt.
Beim Bremsen ist das genau umgedreht, da die Kraft in die entgegengesetzte Richtung zeigt.
Für sich alleine betrachtet ist das so okay. Daher wirkt sich auch die Verstellung des Schwingendrehpunktes aus, denn damit kann man die Hebellänge verändern.
Zusammengefasst:
Solange die Achse unterhalb des Schwingendrehpunktes ist, wird das Heck beim Beschleunigen angehoben.
Die Stärke wird gegeben durch
-Beschleunigungskraft
-Höhenabstand Schwingendrehpunkt, Achse
Jetzt war es das aber noch nicht alleine für sich gegeben.
Zusätzlich hat man eine Gewichtsverteilung nach hinten, wodurch das Heck wieder runtergedrückt wird. Da ist dann die Gesamte Fahrwerksgeometrie für Verantwortlich.
Also kann das Heck insgesamt ausfedern oder einfedern, je nachdem wie die Geometrie aussieht, wie stark man beschleunigt.
Bei der Kurvenfahrt kommt noch hinzu, dass das Motorrad schräg liegt und die Zentrifugalkräfte noch zusätzlich wirken.
Hier ist die Gewichtsverteilung nicht so extrem, daher kommt das da mit dem anheben eher hin.
Ich hab nun Videos durcgeschaut, aber alle zu groß, da sah man beide Effekte, einmal so einmal so.
Dadurch ist da der Effekt eher zum Anhebendes Hecks hin verschoben.
Auf dem Prüfstand ist zusätzlich keine Gewichtsverlagerung gegeben und die Kraft kann komplett im Schwingendrehpunkt angreifen, da sie ja nicht noch zusätzlich in Vortrieb gewandelt wird. Daher ist da der Effekt des Ausfederns ein anderer.
Wenn man jetzt zu dem Punkt kommt, wo das Vorderrad sehr leicht wird, dann liegt hinten soviel Gewicht an, dass ingesamt das Heck einfedern wird, so groß ist der Effekt durch das Drehmoment auf den Schwingenpunkt nicht, um das zu kompensieren.
Beim Bremsen kommt noch ein Punkt mehr zum Tragen, dass hinten kaum Bremswirkung ist, und das Gewicht nach vorne verteilt wird.
Dadurch wird das Heck so leicht, dass es trotzdem ausfedert, weil der Effekt zu gering ist.
So ich hoffe ich hab nichts vergessen, jetzt kann ich wieder ruhig schlafen *g*.