nun irgendwie reizt mich das Thema, da muss ich mich auch mal zu Wort melden.
Ich hoffe ich vergesse nichts vondem, was ich sagen will.
Erstmal zum Thema Physikallgemein:
Manuel
Du irrst dich, die Physik wird nicht allein durch die Theorie gemacht. Es sind durchaus erst die Experimente der Anstoß zu den Theoren, bzw Formeln. Diese werden auch nicht als absolut angesehen, sondern als momentan gültig.
Man kann ja nicht beweisen, dass sie korrekt sind, sondern nur, dass sie falsch sind, wenn man ein entsprechendes Gegenbeispiel findet.
Aber die Theorien, gerade in Mechanik etc sind heute so gut, da geht niemand mehr von aus, dass die falsch sind. Aber wie gesagt: DIe kommen aus der Praxis ...
VOn daher würd ich vorsichtig damit sein, dass die ihre Aussagekraft verlieren ..
Die meisten Fehler entstehen immer noch durch die Anwender, dass die bestimmte Sachen nicht berücksichtigen. Da ist doch klar, dass dann was falsches rauskommt (oder?).
Zum Thema Arbeit:
Arbeit ist die Kraft, die entlang eines Weges entrichtet werden muss, um den Körper entlang dieses Weges zu bewegen.
Zum Thema mit den schweren Reifen
Nun leider wurden hier auch nicht alle Fakten berücksichtigt.
Solang es im Vakuum passiert und die Straße absolut keine Reibungskraft hat und die Lager uach ideal, also Reibungsfrei laufen, dann stimmt das, dass die absolut gleich gleichförmig laufen.
Aber sobald eine Kraft drauf einwirkt ist das anderes.
Betrachten wir uns mal die Reibungskraft.
Diese greift logischerweise am Reifen an und bewirkt ein Drehmoment auf das Rad. Da Radius und die Straße (also Richtung der Kraft) senkrecht aufeinander stehen kann man sich erstmaldie Beträge anschauen.
Dabei gilt für M (Drehmoment, r : radius der Felge sowie F : Reibungskraft)
M = r*F
anderseits gilt aber für das Drehmoment auch, wie schon geschrieben wurdr, mit
J : trägheitsmoment, omega : winkelgeschwindigkeit
M = J*omega_punkt
punkt heißt dabei zeitliche Ableitung, also doe momentane Änderung, Beschleunigung.
Das kann man also gleichsetzen und man erhält für die Beschleunigung der Winkelgeschwindigkeit:
omega_punkt = r*F/J
Also mit größerem Trägheitsmoment ist die Änderung der Geschwindigkeit kleiner.
Der Zustand wird also eher beibehalten.
Das gilt natürlich auch für die Antriebskraft, da ist eine größere Kraft vonnöten, damit das Gerät beschleunigt bzw abgebremst wird.
So kommen wir jetzt zum Thema Lima.
Da muss man grundsätzlcih erstmal alles berücksichtigen, was da passiert.
Zum einen liefert sie Strom. Die Batterie sollte aber genug Strom haben, so dass dieser Effekt, dass da kein Strom mehr kommt, unberücksichtigt bleiben kann.
Zum anderen wird ja Strom induziert in die Spule, die dürfte aber dafür ne Art Wirbelstrombremse machen am Rotor der Kurbelwelle. Aber ich denke dieser Effekt ist als gering zu betrachten, dürfte aber gerade bei hohen Drehzahlen stärker sein, wodurch da das freiere Drehen noch unterstützt wird.
Der größte Effekt sollte aber durch das viel geringe Trägheitsmoment kommen. Dazu trägt logischerweise nur der Rotor an der KW bei.
Wie in dem Beispiel mit dem Fahrradreifen schon aufgeschrieben, wird dadurch die Änderung der Winkelgeschwindigkeit (=Drehzahl) "einfacher", d.h. größer bei gleicher Kraft F.
Das heißt, es gibt weniger Verlustleistung, wodurch mehr Leistung am Hinterrad ankommen sollte.
Andererseits werden noch andere Veränderungen mitreinkommen.
Zum einen beharrt die Drehzahl nicht so leicht auf einem Stand, wie mit größerem Trägheitsmoment.
Das heißt anfahren dürfte etwas schwieriger werden, da dort ja mit der Kupplung versucht wird, die Drehzahl zu halten, um die Träge Masse(=Motorrad) zu beschleunigen.
Am Berg dürfte es schwerer sein in eher niedrigeren, nicht passenden, Drehzahlen die Geschwindigkeit zu halten, als mit größerem Trägheitsmoment. (Dort wirkt dann die Hangabtriebskraft, vergleiche das mit dem Fahrradreifen).
Der Rundlauf im Stand dürfte etwas schlechter sein, evtl muss sogar das Standgas hochgedreht werden, um das zu kompensieren.
Denn dort reicht die Kraft vielleicht nicht aus, um die leichtere KW auf der Drehzahl zu halten.
Der Motor dürfte aber freier hochdrehen, da er weniger Masse zu rotieren hat.
Dadurch hat er auch weniger Verlustleistung, die in die Beschleunigung der rotierenden Masse geht.
Im Endeffekt sind es sich überlagende Effekte, die man sicherlich nicht im vorraus alle genau berechnen kann.
Für sowas sind dann Simulationen, bzw "ausprobieren", angesagt. Denn solche komplexen Sachen kann man nicht so einfach beschreiben.
Am besten würde man das mal an einem Diagramm sehen.
Meine persönliche Meinung darüber ist, dass es ne kleine Verschiebung im Drehzahlband zu höheren Drehzahlen geben wird.
Und im Endeffekt mehr Leistung geben wird. Im unteren Drehzahlberiech kann es, wie beschrieben, auch zu negativen Effekten kommen. Aber das sind ja nur kurze Überlegungen von mir...
Über die Mehrleistung ne Angabe zu machen ist gefährlich, aber ich denke es wird sich im PS Bereich abspielen (das heißt Größenordnungsmässig, also aufjedenfall weniger als 10 PS).
Ich hoffe ich hab jetzt alles bedacht, ist wie gesagt ein komplexes Thema.
Könnt ja meckern, wenn ich was vergessen habe *g*.
Und noch was zu Drehmoment <-> Leistung.
Die hängen direkt miteinander zusammen und können umgerechnet werden.
Das heißt mehr Drehmoment = mehr Leistung, mehr Leistung = mehr Drehmoment bei gleicher Drehzahl, und umgekerht.
Und zwar
Leistung = 2*pi*f*Drehmoment
dabei ist f die Drehzahl.
Aber dabei muss man auf die EInheit achten!
Drehmoment in Nm nehjmen und Drehzahl in 1/s.
Dann kommt Leistung in Watt raus (durch 1000 teilen, dann habt ihr kW).
Ich bin übrigens Physik Student und komme jetzt ins 6. Semester.
Und die Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, keine Lust so nen langen Text nochmal korrektur zu lesen :D